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Boris W

Avantgarde, Sacred Bones/Cargo (9 Songs / VÖ: 21.1.)

5/ 7
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Als Boris 2020 NO veröffentlichten, stand bereits fest, dass dieses Werk einen Nachfolger bekommen soll. Das Outro mit dem unpassenden Titel ‘Interlude’ fungierte schließlich durch seine haargleiche Melodie als Backdoor-Opener für das nun erscheinende W. Im psychedelischen Stromsog räumen Boris kurzerhand mit dem Vorgänger auf; statt niederwalzenden Extremen schlägt der Tenor um in ruhig-besänftigende Klänge – jedenfalls überwiegend. Denn zwischen dem grazilen Hauchen von Lead-Gitarristin Wata, die auf W den stimmlichen Löwenanteil übernimmt, mischen sich hypnotische Instrumental-Parts. Vom schlummerliedartigen ‘Icelina’ springen Boris in hallig-repetitive Strudel wie ‘Invitation’, oder mit ‘The Fallen’ in tonnenschweres Stoner-Gitarrendröhnen.

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Sie wagen einen Teufelstanz zwischen den Genres – ein Drahtseilakt auf gefühlt jedem Stil, der jemals erdacht wurde. Und auch wenn sich dieser Schmelztiegel kompositorischer Finesse nur schwer fassen lässt: Boris verlieren niemals das Gleichgewicht. Sie sind genauso undefinierbar wie vielschichtig. Liegt hier ein Meisterwerk vor? Wer weiß das schon. Zumindest lässt sich ein nuanciert prätentiöser Geltungsdrang wohl nicht leugnen. In der Unterscheidung „Ist das noch Kunst oder kann das weg?“ fällt W aber definitiv unter erstere Kategorie und wird damit – wie auch die vorherigen Werke von Boris – seine nischige Anhängerschaft leidenschaftlicher Bewunderer finden.

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Judas Priest: Richie Faulkner wagt Setlist-Prognose

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